Antideutsche bzw. Antideutsche Kommunisten

Die Antideutschen sind Gruppierungen, die mit ihrer Unterstützung für die Kriegspolitik der Bush-Regierung und gleichzeitig linksextremistischer Phraseologie ein Konglomerat von Trotzreaktionen zu ihrem politischen Konzept macht. 

Ideologie oder Idiotie

Wie schon der Name "Antideutsche Kommunisten" bezweckt, werden sie häufig als linke Sektierer angesehen, die sich selbst in die Tradition von Marx und Kritischer Theorie zitieren und bei  Demonstrationen und Diskussionen als Teil der politischen Linken ausgeben.

"
Antideutsch" soll den Antinationalismus bekennen, "Kommunismus" schweift ihnen bis ins Gegenteil reichende Uminterpretationen ab, die sich als modernisierend anpreist, stattdessen in Spekulationen der Machart entgleist wie: "Marx würde heute sagen ..." 

Die Teilnahme der Antideutschen beispielsweise an Friedensdemonstrationen führt nicht selten zu Spannungen, da die sie mit gegenteiligem Motiv daran teilnehmen, also unangemeldete Gegendemonstrationen innerhalb von Friedensdemonstrationen veranstalten.

Die Antideutschen vertreten einen aggressiven Antipazifismus, indem sie jegliches Friedensengagement und Eintreten für Gewaltlosigkeit als Unterstützung des Terrorismus und "Wegbereitung nach Auschwitz" diffamieren.  

Die erforderliche Israel-Solidarität wird bewusst überstrapaziert, als gelte es gegen alle Welt im Namen Israels den Krieg zu erklären. Dass solche Solidarität kontraproduktiv ist, Israel schadet und darüber hinaus den Antisemitismus schürt, dürfte den Antideutschen zwar erkennbar sein, entspricht aber dem Motiv, den Antisemitismus für die Eigenlegitimation der bizarren Forderungen zu instrumentalisieren, die stets auf Gewaltanwendung und Krieg hinauslaufen. 
Die "antideutsche Israel-Soli" kommt penetrant
philosemitisch daher, ist es aber im Grunde genommen nicht, zumal den Antideutschen kein ernsthaftes Interesse am Judentum oder dessen Geschichte anzumerken ist. 
Im Gegenteil ist davon auszugehen, dass die
Antideutschen dem Judentum in seiner religiösen Inhaltlichkeit in gleicher Weise antisemitisch sind wie sie im Hinblick auf den Islam antiislamistisch sind, wenn sie beispielsweise religiöse Extremismen auf die Gesamtreligion verallgemeinern.

Um nicht in Widerspruch zu ihrem Pseudo-Pragmatismus zu geraten, werden sie hinsichtlich der Unterscheidung von Islam und Judentum ebenso "ideologisch nachrüsten", wie es auch im Hinblick auf ihrem Kommunismus und Antinationalismus erforderlich ist, aber die Sackgassen sind vorgezeichnet, denn die Selbstbezeichnung
"Antideutsche Kommunisten" ist von begrifflich vergleichbarer Verwegenheit wie die Begriffskombi "Nationalsozialismus".
 
Der Etiketten-Wirrwarr bedingt, dass man bei erster Begegnung mit den
"Antideutschen Kommunisten" den Eindruck haben kann, dass es sich um einen schlechten Scherz aus rechtsextremistischen Köpfen handelt, die ein bisschen zu provozieren versuchen.  
Dieser Erstkontaktseffekt wird
antideutsche Anfänger zunächst stören, die ihrem Selbstverständnis nach  antifaschistisch sind, aber auch selbstkritische Wahrnehmungen stumpfen in dem Maße ab, wie sie sich dem für die extremistische Szene typisch pubertären Geltungsbedürfnis unterordnen. 
 
Innerhalb der
Antideutschen führen Leute des ehemals maoistischen Spektrums und beeindrucken mit geübter Verbal-Militanz solche Anhänger, die für den Mangel an demokratischer Mitwirkungsfähigkeit Kompensation brauchen.

Neu an den Antideutschen ist allenfalls die Kombination ihrer ideologischen Versatzstücke, denn mit ihrer linksextremistischen Rhetorik und dazu konträren Praxis erinnern die Antideutschen an die Marxistischen Gruppen, die in den 80-ziger Jahren ebenfalls links mitlaufend reaktionär anti-demokratische Politik machten, insbesondere um die dafür anfällige studentische Politik zu chaotisieren.

NS-Terminologie:  "antideutsch"

Sven 2004                          DISKUSSION

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