Extremisten

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Niemand wird als Extremist geboren.  Man kann jedoch dazu werden, wenn man es mit der Welt "besonders ernst meint" und nach der "einzigen Wahrheit" sucht.  

Aber es kann in der Politik keine absoluten Wahrheiten geben, denn Politik ist stets nur so richtig oder falsch, wie sie in die Zeit und zu den Problemen passt, für die sie gemacht wird. 

Sorgsamer Umgang mit der Sprache gebietet die Differenzierung der Begriffe "radikal", "extrem" und "extremistisch":

Radikale und extreme Anschauungen mögen uns "unbequem" sein, aber sie sind durch unsere Verfassung geschützt (weltanschaulicher Pluralismus, multikulturelle Gesellschaft und Toleranz, vgl. Artikel 3 Grundgesetz ).

Extremistisch  übersteigert eine extreme Haltung in Kompromisslosigkeit. Aber das Wesen des sozialen Friedens ist der Kompromiss und die Methode zur Herbeiführung des Kompromisses ist die Demokratie. Deshalb sind Extremisten stets unsozial und undemokratisch. 

Wären Extremisten "extrem sozial" oder "extrem demokratisch", wofür sie sich häufig halten, so müssten sie "extrem kompromisslerisch" sein. Das aber wollen sie gerade nicht sein, sondern verlieren sich in Ideologien, die sie der Gesellschaft und Demokratie entfremdet.

Extremisten äußern Kritik, aber empfangen keine mehr.  Ihre Kommunikation ist so weit eingeschränkt, dass sie Diskussionen und demokratische Wahlen nicht mehr für ausreichende Mittel der politischen Auseinandersetzung halten. 
Extremisten weichen deshalb in
Hetze und Gewalt aus und verletzen damit die Rechtsordnung, den öffentlichen Frieden.

Extremisten werden zu Verfassungsbrechern, sobald ihre extremistische Gesinnung  in strafbares Handeln gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung umschlägt. 

Aber entgegen der
Berufsverbots-Praxis der siebziger Jahre sollte nicht mit dem Begriff der Verfassungsfeindlichkeit gewuchert werden, wenn es lediglich um die Gesinnung oder den Wunsch nach einer "anderen Gesellschaftsordnung" geht, sondern erst dann, wenn jemand solche Ziele mit strafbaren Handlungen verfolgt:    

"Nicht derjenige verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung, der rote Ampeln nicht mag, sondern derjenige, der die rote Ampel überfährt".

Diese "rote Ampel" überfahren Extremisten jedoch bereits dann, wenn sie z.B.  gegen religiöse und weltanschauliche Bekenntnisse hetzen und dadurch die innere Sicherheit in Gefahr bringen.  

Dass Hass-Parolen und Beschimpfungen nicht vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sind, ist vielen Straftätern unbekannt,  denn die eigene Meinung gilt ihnen mehr als der Achtungsanspruch und die Sicherheit anderer.
Sie kennen den 
Artikel 18  nicht und missverstehen den  Artikel 5 . Die Schulen sind gefordert, ihren allgemeinbildenden Aufgaben auch in Bezug auf die Verfassung nachzukommen.

Die verbreitete Gleichgültigkeit der Gesellschaft gegenüber unserer Verfassung schwächt die Demokratie.  Der oft beklagte "Werteverlust" ist hausgemacht und fördert den Extremismus.  

Die selbstsichere "politische Mitte" in unserem Land begnügt sich mit "Mittelmaß" und Mitläufertum.  Aber vor der ideologischen Auseinandersetzung mit dem Extremismus scheut sie zurück und misstraut sogar denen, die sie führen. Stattdessen käme es darauf an, das 
Grundgesetz  zur Geistesverfassung einer aufgeklärten und aktiven Öffentlichkeit zu machen.

Extremismus hat über all dies viel mit Sadomasochismus zu tun: KLICK

FundamentalismusRadikalismus  Extremismus  Linksextremismus  Rechtsextremismus, aber auch Konformismus

 

Beim Superlativ fängt der Blödsinn an  
und  so fast jeder   ".....ismus"  hat diese Mahnung meiner Großmutter bestätigt.

 

"zerschossene" Titelseite von www.nazis.de 

und ist noch "nur ein dummer Jungenstreich", aber wer mit solchen nicht redet, lässt andere mit ihnen reden und "wundert" sich, wenn aus "Scherzen" Verbrechen werden.

 

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       KLICK : Gewalt finden übrigens alle schlecht