Holocaust - die Züge waren voll und kamen leer zurück.
neuhebräisch Schoah, Shoa, Shoah; Tötung großer Zahl Menschen, eines Volkes (Genozid)
Holocaust
Schweigen ist Teil des Verbrechens


Massendeportationen nach Auschwitz 1944,
im Hintergrund  "Krematorium II"
und es gibt nichts zu leugnen.

Der Begriff "Völkermord" erweist sich für den Holocaust in zweierlei Hinsicht als unzureichend, was geradezu verharmlosende Wirkung hat:

1. Der Völkermord an den Juden war industriemäßiger Völkermord; industriemäßige Logistik der Massentötung und "Verwertung" der Opfer als Rohstoff für industrielle und landwirtschaftliche Produkte (z.B. Asche als Felddünger)

2. In dieser "Holocaust-Industrie" setzten die Nazis einen Teil ihrer Opfer als Zwangsarbeiter ein: Das jüdische Sonderkommando von Auschwitz-Birkenau

Dass der Begriff "Holocaust-Industrie" mit dem gleichnamigen Buch von Finkelstein mit einer anderen Bedeutung Öffentlichkeit machte, ist bedauerlich.  redaktion200701

"Wir wussten nichts davon ...",

sagten viele nach dem Krieg  und meinten "Auschwitz".

Was wussten "die Deutschen" wirklich ?

Lautes Denken war verboten im Reich der Nazis. Die Medien waren  "gleichgeschaltet", die Kenntnisnahme fremder Nachricht stand unter Strafe und die schlimmsten Verbrechen in den Lagern geschahen, als der Krieg die Menschen in Sorge um ihr eigenes Leben gefangen nahm.
      
Viele wussten tatsächlich nichts von Auschwitz, seither Inbegriff von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auch viele Opfer wussten nicht, wenn sie aus den Zügen stiegen, was ihnen geschehen würde. Denn das Verbrechen tarnte sich.

Was alle wussten:

Alle hörten, wie die Nazis gegen "die Juden" hetzten.  Alle wussten, dass Menschen verfolgt wurden, "weil sie Juden" seien,  dass ihnen Beruf und Parkbänke verboten wurden, dass ihre Synagogen brannten, ihre Geschäfte geplündert wurden, dass sie aus ihren Wohnungen geholt und mit LKWs und Eisenbahnen verschleppt wurden, dass sie den "Judenstern" tragen mussten.  
Das mindestens wussten "die Deutschen" und auch die Welt ,
aber zu viele schwiegen, waren zu feige, gegen das Unrecht zu streiten.

Diktatur als Grund und Ausrede:

Wer glaubte den Wochenschau-Berichten über Theresienstadt  und  das Warschauer GhettoWar die Lüge bequemer, um schweigen zu dürfen? War es die Hoffnung, dass nicht wahr sei, was nicht wahr sein darf? ... 

Berechtigt?  Nein, dafür war zu viel unter aller Augen geschehen.  UND hätte
verhindert gehört, was nicht geschah,
weil zu viele schwiegen, zu feige waren, gegen das Unrecht zu streiten.

Faschistische Protzerei und Verblendung: 

Viele Menschen waren verblendet, ließen sich beeindrucken durch die Protzerei und Rücksichtslosigkeit des faschistischen Staates. 
Aber hätte es einem nicht "zu viel" werden müssen, als man von "Herrenvolk" und "Lebensraumeroberung im Osten" sprach, als man die KRITIK verbot?  Wo war der Verstand "der Deutschen"?
Gewiss, den Kindern mag man verzeihen, dass sie den "Führer" nicht vom Weihnachtsmann zu unterscheiden wussten, aber alle Erwachsenen standen in der moralischen Pflicht zum Widerstand.

Die einzige Verzeihlichkeit  mag sein,

dass der Mensch nicht zum Helden geboren ist.

Aber dann muss er den Anfängen wehren.

Der Widerstand und die Opfer gehören nicht mit den Tätern in einen Topf, denn die SCHULD ist individuell. Eine Kollektivschuld gibt es nicht wie auch keine Kollektivunschuld,  weil jeder Einzelne in unterschiedlichem Maße bestand oder versagte

 
1939  feierten christliche Familien
unter dem Weihnachtsbaum das Fest der Liebe.

Der  9. November  war 45 Tage alt.
Juden hatten nichts zu feiern, waren verraten.

Das ist die Dimension der Wahrheit,
zugleich die Dimension des Schweigens
und wurde zur Dimension des Holocaust.

          Unbestreitbar ist millionenfaches Versagen 
      vor   dem millionenfachen Mord.

sven/200102

NIE WIEDER SCHWEIGEN, WENN UNRECHT GESCHIEHT
und:
Wer nicht zum Helden taugt, muss eben
in Friedenszeiten wachen.

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