"Siedlungspolitik" 20260813

Dieter, du meinst mit Israel die israelische Regierung und deren nach rechts vergroßerte Anhängerschaft, aber die verharmlosend sogenannte "Siedlungspolitik" ist selbstverständlich auch in Israel bleibend umstritten & vielen ganz klar völkerrechtswidrig & auch durch kein geduldetes oder notwendiges Besatzungsrecht gedeckt.

Denen wird von ganz Frechen vorgeworfen, sie würden "Juden raus!" propagieren. als seien die "Siedler" jüdische Mitbürger unter palästinensischen Mitbürgern mit gleichen Rechten und Pflichten untereinander und einem gemeinsamen Staat gegenüber.

Nicht wenige Israelis wollen solche Rechtsgleichheit und einen gemeinsamen Staat.
Nicht wenige Israelis befürworten (wie nahezu die komplette Staatengemeinschaft) die einst versprochene Zweitstaatlichkeit.
Die gleichen Wünsche mit unterschiedlicher Favorisierung hegen auch viele Palästinenser - mit wenig Hoffnung.

Aber die sich permanent gegenseitig hochschaukelnden Hardliner beider Seiten lehnen sowohl den gemeinsamen Staat als auch die Zweistaatlichkeit ab & beharren auf Vertreibung und/oder Unterdrückung der "anderen".

"Die Siedlungspolitik kritisch sehen" - das tun auch die Rechtsextremisten in Netanjahus Regierung, denn denen ist jede Eroberung "zu wenig", "zu zögerlich", "zu soft", während "Gemäßigten" dann doch "zu viel", "zu schnell", "zu gewaltsam".

Aber es geht völkerrechtlich nicht um solches "Viel" oder "Wenig" & auch nicht ums "Wie", sondern darum, dass Eroberung fremden Landes verboten ist.

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Florian B., klar, aber das Unrecht der Vergangenheit macht das Unrecht der Gegenwart nicht zu Recht. - 

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Solveig F.. nicht so tun, als seien die Hamas-Verbrechen bestritten oder verniedlicht, aber sie rechtfertigen keinen Schwindel, was die israelischen Behinderungen von Hilfslieferungen anbelangt, obendrein innerhalb der Spannbreite von Minister-Sprüchen der Netanjahu-Regierung.

Ich sammle das nicht, denn es beschämt zutiefst.

Aber von Ihnen verlange ich Nachweis für die Behauptung in Ihrem 1. Satz, denn nichts rechtfertigt notlos dreiste Lügen.
Hätten Sie wenigstens ein "gefühlt" vor das Datum geschrieben. Doch das soll jetzt nicht als Nachhilfe in Kriegspropaganda missverstanden sein.

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Carola S., in Unkenntnis von Person & Statistik kann ich es nicht kommentieren, nicht beurteilen & tue es dann auch nicht.

- So wichtig einerseits Berichterstattung aus Kriegsgebieten ist, kann sie kaum je ohne Befangenheiten sein. So auch in unserer Wahrnehmung, wenngleich durch Ferne teils positiv, teils negativ abgeschwächt.

- Wer vor Ort arbeitet, wie es mein Vater als Arzt in Indonesien & Äthiopien machte, sieht sich zuvörderst mit der Gewalt konfrontiert, die einen ins Fadenkreuz nimmt.

- So erleben Hilfskräfte im Gazastreifen nicht nur Startrampen & TerrorKommandos bombardiert, was allerdings auch unmöglich wäre & auch durch massiven Infanterieeinsatz unter hohen eigenen Opfern allenfalls zu mindern wäre. Womit sich jedoch die Frage aufdrängt, ob Menschenleben noch als gleichwertig betrachtet werden.

- Sodann meine eigene Befangenheit daraus, dass ich im 1. Gorbatschow-Jahr 1985 noch in Zeiten meines Studiums mit internationalen Konflikten befasst Friedenspläne skizzierte, so auch einen Nahostfriedensplan, den ich im Jahr 2003 auch im Internet publizierte - aus heutiger Sicht zu verkürzt, zu propagandistisch, vermeintlich "internetadäquat".

Und es ist keine Freude, dass dieser Plan seither in Definition erforderlich sehr spezifischer Zweistaatlichkeit immer unrealistischer wurde.

Ich werde es demnächst gesondert thematisieren.

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Solveig F., es darf keine Routine sein, eine an Sie persönlich gerichtete Kritik und auch eine an Netanjahu gerichtete Kritik in eine Verleumdung gegen Juden umzuschwindeln ("jüdische Ewigschuld").
Denn so machen es rechtsextreme Nationalisten hierzulande, der Putin in Russland, der Trump in den USA, dass Kritiker der eigenen Adresse als "Verräter" & "Volksfeinde" verunglimpft werden.

Na klar gibt es Antisemiten unter den Netanjahu- und Israelkritikern, aber desto wichtiger die Differenzierung, wenngleich stets schwierig, es sei denn, man mache es sich zu leicht,

Obendrein weichen Sie meiner Aufforderung zum Nachweis aus, getreu dem so oft falschen Motto "Angriff ist die beste Verteidigung".
Gegen mich absolut daneben. Wir alle dürfen uns irren - auch ich, aber je blinder wir um uns ballern, desto .,........ - jetzt sollten Sie phantasieren.

Zum Ihrem anschließenden Post:
Ihr "1." glauben Sie vielleicht wirklich, aber es ist falsch & methodenidentisch mit der umgekehrten Hamas-Propaganda.

Ihr "2." trifft zu, denn ganz sicher ließ & lässt sich die Hamas keine Gelegenheit entgehen, Geschäfte mit den Nöten zu machen.
Solches Problem gab/gibt es in weltweit allen konfliktgestörten Hilfsaktionen, schwer zu unterbinden, weshalb es Überwachung durch "robuste" UN-Kräfte oder regionaler Dritter bedurft hätte, wenngleich ebenfalls leider oft ohne Erfolgsgarantie & gefährlich. Oft jedoch geht es gar nicht & es kann humanitärer sein, trotzdem zu helfen, auch wenn es Tyrannen & Terroristen ausnutzen, wie bei Hungersnot in Nordkorea & jetzt in Afghanistan, im Sudan & vielerorts.

Ihr "3." trifft insoweit zu, als dass Ägypten kein Interesse an zuströmenden Flüchtlingen & Hamas-Terroristen haben kann, aber genau deshalb ist Ihre Interpretation falsch, denn der Grenzübergang wird von & in zwei Richtungen gesichert. Nicht Ägypten, sondern Israel kontrollierte & limitierte den Zugang in den Gazastreifen.

Ihr "4." ist zutreffend.

Aber jetzt Ende der Debatte, denn Sie waren zu dreist & scheinen derart bedingungslos Netanjahus Kurs zu unterstützen, dass keine Läuterung zu erwarten ist.

 

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