Religionskritik

Meine Kritik an vielen Religionen und Religiösen lautet, dass sie Andersgläubige als "Ungläubige" ansehen und nicht als "Andersgläubige", obwohl sie es wissen, dass Andersgläubige keine "Ungläubigen" sind.

Meine Kritik an vielen Religionskritikern lautet, dass sie die Gläubigen als "dumm" und "heuchlerisch" ansehen, obwohl sie Kluge und Aufrichtige kennen und wissen sollten, dass Dummheit und Heuchelei unabhängig von Bekenntnissen und Herkünften ist.

Die Geringschätzung für den "anderen" ist sich selbst das schlechteste Zeugnis.

Markus S. Rabanus2000/2006/2015


Das Religiöse scheitert mir an den Begründungen und meinen Wünschen zur Ethik. Bspw. mein Misstrauen in Fragen der Demut, sei sie in Gottesfurcht oder wabernd in Liebe. so wichtig sie wäre im Miteinander, die Würde des Menschen ist weder aus Gnade noch aus Almosen, sondern aus Gerechtigkeit. Allerdings ist die Gerechtigkeit zu endlich in ihrem Zeitgeist auf den Wegen der Erkenntnis & Vergesslichkeit, so dass es immer wieder der Gnade der Menschen zum Miteinander bedarf. Seit Jahrtausenden glauben sich Religiöse auf Himmelfahrt und oft nicht nur Andersdenkende anderswohin. Spirituell. Wirtschaftend & militärisch. Ob sie im Jenseits ihrer Wünsche dann gewandelt wären, damit Frieden wäre? Warum nicht im Hier. Und sei sie noch so ehrlich gemeint, misstraue ich solcher Demut, Bescheidenheit und unendlichen Gier: "Wollt Ihr das Ewige Leben?"

Markus S. Rabanus20160330  



aus einer Diskussion:

Wäre Glaube = Unfehlbarkeitsanmaßung, dann wären die letzten Päpste schon sämtlich nicht mehr gläubig gewesen. Auch die vielen Katholiken, denen die frühere Unfehlbarkeitsanmaßung kein Widerspruch zum Glauben war, wären demnach Ungläubige.

Also ist es doch so, dass Deine Kritik zwar in der Weite berechtigt ist, wie die Anmaßung von Religiösen in der Menschheitsgeschichte zum Verhängnis wurde und wird, während diese Kritik gegenüber denen nicht sein sollte, die sich gegen solche Anmaßung verwahrten und verwahren.

Die Religionskritik kann m.E. dreierlei Gegenstand haben:

1. Die atheistische Kritik, die davon ausgeht, dass es Göttliches nicht gibt.

2. Die Religionskonkurrenz-Kritik, wenn die Anhänger einer Religion die Richtigkeit anderer Religionen bestreiten.

3. Die Kritik an bestimmten Religionsausübungen und bspw. die Unfehlbarkeitsanmaßung, aber das wäre dann nicht der spezifisch atheistische Kritik-Gegenstand, sondern ebenso Kritik-Gegenstand von Gläubigen.

(Gibt es noch mehr Varianten?)

LG, Markus S. Rabanus
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