Populismus  Definition

Die "Oberen" unterscheiden sich in funktionaler Höhe, nicht in Natur vom "niederen Volke".
Populisten schleimen, das Volk sei richtig, die Oberen falsch.

Markus S. Rabanus
20210428

Zufriedenheiten höheren Stellenwert einzuräumen als dem Richtigeren, hat weniger Demokratisches als Populistisches.
Markus S. Rabanus 20220425 

Populismus ist dem Volk nach dem Munde reden, ohne dass das angesprochene Volk "das Volk" wäre.

Populisten haben Spaß daran, vom Volk geliebt und von Intellektuellen gehasst zu werden. 
Intellektuelle sollten Spaß daran haben, Populisten die Liebe des Volkes zu nehmen. 
 
 
Markus S. Rabanus 20170828

Wenn sich Politiker mit ihren Forderungen und Handlungen vom Willen des Volkes leiten lassen würden, so wäre das "demokratisch". 

Aber das Denken und Wollen des Volkes ist so einheitlich nicht, dass es unter einem Hut passen könnte. Und so ist es eher typisch für Opportunisten, Populisten, Demagogen und Diktatoren,  wenn sie sich als Sachwalter des "gesamten Volkes" aufspielen und zugleich Teile des Volkes davon ausnehmen.

Populistische Politiker greifen Unzufriedenheiten und Zukunftsängste auf und propagieren simple Scheinlösungen, deren Plausibilität auf verbreiteten Vorurteilen beruhen. 

Populisten und Demagogen haben keine Chance, solange der demokratische Diskurs um eine faire Politiklösungen funktioniert.  "Fair" und "demokratisch" ist einer Politik immer dann, wenn sie die in der Gesellschaft widerstreitenden Interessen entsprechend ihrer Legitimität abwägt und nach harmonisierenden Lösungen sucht.

Wenn jedoch die "nicht-populistischen", also demokratischen Parteien zu einer solchen fairen Politik unfähig sind, weil sie sich aus parteipolitischen Motiven heraus gegenseitig zu blockieren versuchen, so verspielen sie mit ihren Pseudo-Streitigkeiten das Vertrauen in der Bevölkerung und ebnen Populisten und Demagogen den Weg an die Macht. 

Wachsender Populismus ist also immer auf ein Versagen der demokratischen Parteien rückführbar, das sicher auch einen Grund im System unserer Repräsentativparlamente hat, in denen der Machthunger der Parteien zu gegenseitigen Schädigung führt und der "Fraktionszwang" der verfassungsmäßigen Gewissensentscheidung des einzelnen Parlamentariers übergeordnet wird.  Beispiel: "Vertrauensfrage" von Bundeskanzler Schröder, mit der er viele Bundestagsmitglieder der Regierungskoalition gegen deren Gewissen zur Befürwortung des Afghanistan-Kriegs brachte.

Demokratie von unten ist besser als Populismus von oben.

Markus S. Rabanus   veralteter Text  und 2018 nur wenig verbessert       DISKUSSION


Alle Politik lebt NICHT davon, etwas richtig zu machen, sondern davon, gut anzukommen.  
Das gilt systemübergreifend - mit dem Unterschied, dass schlechte Politik in Demokratien die Wiederwahl kosten kann.
Markus S. Rabanus 2022-04-27   

@Arne R., wie auch immer, ich hoffe nie auf Lichtgestalten oder Unzufriedenheiten, sondern auf sachliches Erörtern von Problemen, deren Lösung, wie es auch von mir erwartet im Kleinen wird,
ohne dass es überhaupt jemandem gelingen könnte, inflationierenden und oft penetrant politisch rivalisierenden Erwartungen auf Faktenebene zu entsprechen,
während sich Populistisches leistungslos häufig leichter tut als Sachliches.  

 

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