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Impressum ist veraltet, weil wir inzwischen keine
"Unternehmer-Initiative" mehr sind, sondern ein WebRing und neben
dem Rechtsextremismus weitere Themen im Dialog aktivierten. Das alte
Impressums war seit 1998 mehrfach angepasst worden und hatte zuletzt folgenden
Wortlaut:
Nun spielt es eigentlich keine Rolle, wer wir sind, sondern es soll darauf ankommen, was wir wem und wie sagen. Aber trotzdem wollen es immer wieder einige wissen und treiben die kuriosesten "Ermittlungen". Wir geben uns nur soweit bekannt, wie wir niemanden zu Dummheiten verleiten und strafverfolgen müssten. Die heutige Initiative Dialog geht auf die Initiative "Redet mit Nazis, wo Ihr sie trefft" zurück und konterkariert jenen militanten Antifaschismus, deren Zwanziger-Jahre-Motto lautete "Schlagt die Nazis, wo Ihr sie trefft" und scheiterte in der Untergrabung gesellschaftlichen Rechts. Begegnungen mit ehemaligen KZ-Häftlingen, mit Pfarrer Martin Niemöller, mit Ignatz Bubis und anderen Personen, die für ein modernes und tolerantes Deutschland stehen, führten zu der Erkenntnis, dass wir verpflichtet sind, den Rechtsextremisten die Diskussion anzubieten. Wir schwärmen nicht für naive Toleranzkonzepte gegenüber Extremisten, aber betreiben auch keine Ausgrenzung, sondern bieten mit dem neuen Schwerpunkt unter Thulenet eine direkte Schnittstelle von ehemaligen Rechtsextremisten zur Szene, um die Einkehr in die Gesellschaft unter verändertem Vorzeichen zu erleichtern. Die Initiatoren dieses Dialogs sind keine Sozialarbeiter, keine Psychologen, sondern Geschäftsleute, Juristen und Journalisten aus dem gesamten Bundesgebiet, die keine wöchentlichen Teerunden brauchen, um sich "politisch abzustimmen". Unsere Berufe bringen es mit, dass wir nach pragmatischen Lösungen in der Realwelt suchen und uns nicht zufrieden geben können mit Sonntagsreden, bei denen diejenigen weghören, denen sie gehalten werden müssten. Uns interessiert nicht, in welchen Parteien und Vereinen unsere Mitmacher sind oder was sie im redaktionellen Teil im Einzelnen äußern, sofern es nur dazu dienen kann, Rechts- und Linksextremisten demokratische Diskussionserfahrung zu vermitteln. Methoden und Ergebnisse zählen und müssen einander entsprechen. Schon der Dialog an sich ist Demokratieerziehung. Unsere Texte stehen einzeln und im Kontext wie der Mensch selbst. Die Texte entstehen in der Freizeit, also in der Privatzeit und die geht niemanden etwas an, außer denjenigen, dem wir sie widmen. Wir schreiben weder für alle noch für die Ewigkeit, sondern für definierte Zielgruppen, für das Hier und Heute, für unseren Horizont, der für die absolute Wahrheit nicht genügen kann. Wir sind keine Gutmenschen, sondern wären (vielleicht) gern welche. All das interessiert nicht, weil Proklamationen leer wären ohne Tun und die Fehler darin. "Geeinigt" haben wir uns als Initiative auf die knappe Maxime (="Wer im Feind den Menschen nicht erkennt, der ist des Menschen Feind. ...") und die Methode der Nichtbeleidigung, der Ernsthaftigkeit und Geduld, was kaum immer gelingen wird, sich aber bewährt und nicht nur im Alltag ziviler Berufe, sondern auch für die Politik, die sich nicht in Feindschaft profilieren soll, sondern durch Zivilisierung der von ihr zu ordnenden Gesellschaft. Wir wagen nicht, von einer homogenen Gesellschaft zu träumen, die den Konsens in allem erreichen könnte, sondern sehen den Menschen und die Gruppen in Egoismen und Konkurrenzen befangen. Aber die Form des Streits entscheidet darüber, wie es im Streit ergeht, ob er Schaden bewirkt oder behebt. Wer mitmachen möchte, soll gewährleisten, dass er sich staatsfrei und unabhängig engagieren möchte. Wir haben keine Vorbehalte gegen Kriminalämter und Nachrichtendienste, wollen aber nicht deren Zuträger sein, denn "Extremistenbeobachtung" über uns würde die Arbeit der Initiative erschweren und gefährden. Demokratie braucht beides: Aktivität von Staat und Gesellschaft, was missrät, wenn der Staat Gesellschaft spielt und umgekehrt. Die heutige
www.initiative-dialog.de
ist eine echte
BÜRGERINITIATIVE, in der sich Menschen aus vielen Berufen, seit 1999
zunehmend Schüler und Studierende engagieren.
Die Namen der Mitwirkenden bleiben ungenannt. Für etwaige Rechtsstreitigkeiten
übernimmt der Rabanus-Verlag die Haftung. |
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