Friedensverhandlungen

Wichtig ist: "Friedensverhandlungen sind bedingungsfeindlich."

Falsch ist, wenn schon die Aufnahme von Friedensverhandlungen an Vorbedingungen geknüpft werden, die eigentlich erst Ergebnis von erfolgreichen Verhandlungen sein können. Und auch dann erst noch Fortschritte im Friedensprozess brauchen, um realistisch zu werden.

Beispiel: Im Nahost-Konflikt werden immer wieder die Verhandlungen hinausgezögert oder unterbrochen, "weil" die andere Seite dazu angebliche notwendige Vorbedingungen nicht erfülle.

Friedensverhandlungen sind auch nicht an Waffenstillstände als Vorbedingung zu knüpfen, obwohl sich natürlich besser verhandeln lässt, wenn die Waffen schweigen.

Sobald also von "Vorbedingungen" die Rede ist, muss man fordern, dass diese selbst zum Gegenstand der Verhandlungen gemacht werden.

Desgleichen gilt für Situationen, in denen "Friedenshindernisse" behauptet werden: 

"Friedenshindernisse sind keine Verhandlungshindernisse, 
  sondern Verhandlungsgrund und Verhandlungsgegenstand."

Denn wenn schon alles paradiesisch wäre, bräuchte man keine Friedensverhandlungen, 
sondern dürfte es feiern.

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